WarendorfPresseberichte2015Politische Kontaktpflege

Politische Kontaktpflege wird großgeschrieben im Bezirksverband Kreis Warendorf

Was leistet ein Bezirks-/Stadtverband für seine Mitglieder und die Bürger „seiner“ Kommunen? Die möglichen Antworten hierzu sind sicherlich weit gefasst, je nach Standpunkt des Betrachters und der örtlichen Gegebenheiten. Und in der Tat! Das Betätigungsfeld umfasst einen breiten Aufgabenkatalog. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Kontaktpflege mit Bürgermeistern und Fraktionen gehört genauso dazu, wie die Schulung und Beratung der Mitglieder sowie das Aushandeln der Zwischenpacht-verträge mit den Grundstückseigentümern. Die Bezirks-/Stadtverbände sind die mittlere Ebene im organisierten Kleingartenwesen. Sie bündeln die Interessen ihrer Mitgliedervereine, vertreten diese „nach oben“ in den Landesverband hinein, sind kompetenter Verhandlungs- und Ansprechpartner der Kommunen, pflegen die Kontakte zu den Landtags- und Bundestagsabgeordneten ihrer Region mit dem Ziel der Förderung des Kleingartenwesens durch Politik und Verwaltung.

Apropos „politische Kontaktpflege“: Hier lohnt ein besonderer Blick auf den Bezirksverband Kreis Warendorf, für den das regelmäßige Gespräch mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region und den Bürgermeistern der Gemeinden im Kreis Warendorf zum Pflichtprogramm des Verbandes gehört. Kontinuität, parteipolitische Neutralität und Verlässlichkeit der Vorstandsmannschaft des Bezirksverbandes münden in Respekt und Anerkennung durch die politischen Gesprächspartner.

Bewährter Erfahrungsaustausch auf regionaler Ebene

Dank der Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker trafen sich im Ständehaus der Stadt Beckum am 13. Mai d. J. die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf zu einem Erfahrungsaustausch mit dem Vorstand des Bezirksverbandes.

Dass kleingartenpolitische Themen auch für die Kommunalpolitik ein wichtiges Anliegen sind, davon zeugt allein schon die rege Teilnahme an dieser Veranstaltung. Sechs Bürgermeister diskutierten mit dem Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker und der Führungsmannschaft des Bezirksverbandes, unter Leitung des Vorsitzenden Rolf Rosendahl, über die Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Bezirksverband und den Kleingärtnervereinen bei der Unterhaltung und Verwaltung der Kleigartenanlagen, über die Kleingartenförderung des Landes NRW sowie die Integration von Neubürgern und Flüchtlingen.

Der Bürgermeister der gastgebenden Stadt Beckum, Dr. Karl Uwe Strothmann, moderierte die Gesprächsrunde. Nachdem Rolf Rosendahl die Aufgaben und Leistungen des Bezirksverbandes dargestellt hatte, folgte ein offener und freundlicher Erfahrungsaustausch. Die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirksverband und den Vereinen vor Ort ist allen Beteiligten ein zentrales Anliegen. Dabei schätzen die Bürgermeister die zentrale Position des Bezirksverbandes. Er ist in der Regel der Generalpächter der Kleingartenflächen einer Kommune. Er ist der Ansprechpartner, wenn es z. B. um Projekte, die Umgestaltung von Kleingartenanlagen und baurechtliche Belange geht.

Die Integration von Neubürgern und Flüchtlingen war ein wichtiges Anliegen aller Gesprächspartner. Kleingärtnervereine können hier als Gemeinschaft eine wichtige Stütze sein. Sie benötigen aber auch professionelle Unterstützung von kommunaler Seite, z. B. bei Verständigungs- und Integrationsproblemen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Kleingartenförderung des Landes NRW. Die Umgestaltung von älteren Kleingartenanlagen, Neubau und Erweiterung, die Anlage von Biotopstrukturen in öffentlichen Bereichen der Anlagen, der Bau von Lehr- und Lerngärten wird vom Land NRW gefördert. „Die NRW-Kleingartenförderrichtlinien des Landes NRW sind vorbildlich, leider stehen nicht ausreichend Fördermittel für die Realisierung von größeren Projekten zur Verfügung“, meinte ein Teilnehmer der Diskussionsrunde. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig: Da die Kommunen grundsätzlich Antragsteller sind bei diesen Förderprojekten, ist eine gute Feinabstimmung zwischen Kommune, Bezirksverband und Kleingärtnerverein unerlässlich. Auch über die Finanzierung des Eigenanteils muss gesprochen werden. Gemeinschaftsleistungen der Kleingärtner können bei der Berechnung des Eigenanteils berücksichtigt werden.

Zum Abschluss dankte der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker seinen Kollegen aus der Kommunalpolitik für ihre rege Teilnahme. Sein Dank galt auch dem Bezirksverband Kreis Warendorf, der 21 Kleingärtnervereine mit ca. 1.500 Mitgliedern in 10 Kommunen betreut.

Werner Heidemann, 
Geschäftsführer des Landesverbandes

Reinhold Sendker MdB 3. v.l. mit den Bürgermeistern des Kreises Warendorf und den Vorstand des Bezirksverbandes Kreis Warendorf, sowie den Vertretern des Landesverbandes Westfalen und Lippe der Kleingärtner.