WarendorfPresseberichte2021Schulung der Vorstände

Wo drückt der Schuh?

Grundsätzliches zur Wertermittlung und Fragen zur Vereinsführung

Zur jährlich stattfindenden Fortbildung für Vorstände und interessierter Mitglieder hatte der Bezirksverband Kreis Warendorf der Kleingärtner eingeladen.
Auf der Agenda des Schulungstages standen die Themen: „Grundsätzliches zur Wertermittlung“ und die Erörterung von Fragen rund um die Vorstandsarbeit unter dem Titel: „Wo drückt der Schuh?“
„Wenn nach den Jahren der Freude und Erholung, den vielen glücklichen Stunden auf der Parzelle der Abschied von geliebten Garten ansteht, gibt es manchmal Tränen und Ärger.
All die viele Arbeit, all das viele investierte Geld, die aufwendig ausgebaute Laube, dass soll nur die bescheidene Entschädigungssumme wert sein?“, so Vorsitzender Rolf Rosendahl bei seiner Einführung in das Thema.
„Wer den Garten übernimmt, möchte und oder kann nicht die geforderte Summe zahlen.
Oftmals kommt hinzu, das sich im Garten Anpflanzungen befinden, die aufgrund ihrer Größe oder der Menge entfernt werden müssen.
Oder die Laube weißt Schäden auf die erst repariert werden müssen.
All dieses kostet Geld und Arbeit.
Sinn einer Wertermittlung ist es einen gerechten Ausgleich für beide Seiten zu finden“, so Rosendahl.
In seinem Referat beantwortete er die Frage, wer eine Wertermittlung durchführen darf, was alles in einem Gutachten berücksichtigt wird und was nicht.
Wie wird der Wert der Gartenlaube festgestellt?
Weist diese Schäden oder Pflegemängel auf, dann mindern diese den Wert der Laube.
Auch die Entsorgung von Müll und Unrat aus den Garten wird im Gutachten festgehalten.
„Oberster Grundsatz der Wertermittlung ist eine objektive, gerechte und fachlich begründete Beurteilung.
Daher dürfen nur die an der Landesschule in Lünen ausgebildete Wertermittler so ein Gutachten erstellen“, erläutert Rosendahl.
Weitere Fragen der Teilnehmer an den Referenten wurden anhand von Beispielen anschaulich beantwortet.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen referierte Rolf Rosendahl zum Thema:„Wo drückt der Schuh?

Dabei ging er auf Fragen zur Vereinsführung ein, die im Vorfeld von den Vorständen zahlreich eingegangen waren.
So wurde die Eintragung in das Vereinsregister erklärt.
Der Vorsitzende machte deutlich, dass dort die Vorstandsmitglieder mit Namen und Adressen eingetragen werden und alle Änderungen der Vorstandsbesetzung, sowie eine Änderung der Vereinssatzung, dort gemeldet werden müssen.

Sehr aufmerksam hörten die Teilnehmer zu, was geschieht, wenn der Vorstand eines Vereins komplett zurück tritt und welche Konsequenzen so ein Rücktritt nach sich zieht.
„Zum einen bedeutet dies, dass ab diesem Zeitpunkt keine Geschäfte für den Verein getätigt werden dürfen.
Des Weiteren muss das das Registergericht über den Rücktritt des Vorstandes informiert werden.
Dieses wird dann die Sachlage überprüfen und gegebenenfalls einen Notvorstand bestimmen, der dann eine Mitgliederversammlung einberuft, auf der ein Vorstand gewählt wird, so Rosendahl.

Auch die Frage, ob die Kleintierhaltung in einem Kleingarten erlaubt ist, wurde erörtert.
Da die Kleintierhaltung keine kleingärtnerische Nutzung darstellt, ist sie daher unzulässig. 
Bienen dagegen sind nützlich für den Garten.
Ihre Haltung dient der kleingärtnerischen Nutzung und ist grundsätzlich erlaubt und gerne gesehen.

Die Schulungsteilnehmer hören den Ausführungen des Vorsitzenden (stehend) interessiert zu.
 


Die zahlreich gestellten Fragen an den Referenten zeigten das große Interesse an diesem Thema.
Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich der Verbandsvorsitzende für das rege Interesse und wurde mit einem lang anhaltenden Beifall für seine Ausführungen belohnt.

Rolf Rosendahl
(Vorsitzender)