WarendorfPresseberichte2017Schulungsveranstaltung 2017

Schulungsveranstaltung 2017

Zur diesjährigen Schulungsveranstaltung waren alle Vorstände des Bezirksverbandes Kreis Warendorf der Kleingärtner und interessierte Mitglieder in das Vereinsheim des Kleingartenvereins „Zur Quelle“ in Ahlen-Dolberg eingeladen. 

Der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Rolf Rosendahl, begrüßte alle anwesenden Mitglieder, die zahlreich erschienen waren. Besonders begrüßte er die heutigen Referenten, die stellvertretende Vorsitzende der Schreberjugend NRW, Ingrid Suermann und Stephan Bevc, Beisitzer im Landesverband und dort zuständig für die Jugendarbeit. 
Fernerhin begrüßte er Frau Lüdke-Dörhoff von der Overbergschule Oelde, die auf Einladung des Bezirksvorstandes an dieser Schulung teilnahm, um eine Kooperation mit dem Kleingartenverein Oelde „Kurenholt“ anzustreben.

Das Thema am Vormittag war die Vorstellung der Arbeit der Schreberjugend, sowie der Jugendarbeit im Verein. 
Frau Suermann stellte die Schreberjugend mit den Überschriften: „Wer sind wir?“,  „Was tun wir?“ und „Wohin wir wollen“, vor.
Weiter betonte sie, dass die Schreberjugend ein anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe ist. Sie hat sich die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Gegenwart und Zukunft als Ziel gesetzt und will dieses Ziel als parteipolitisch und konfessionell ungebundener Jugendverband gestalten.
Stephan Bevc untermauerte anhand von Fotos die Arbeit mit den Schreberjugendgruppen. 
„Die Schwerpunkte liegen in der regelmäßigen Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Sport und Spiel, Basteln und Werken, Diskussionen und meinungsbildenden Foren. 
Auch Theater und Tanz, Musik und Folklore, sowie offene Kinder und Jugendarbeit in Jugendfreizeiteinrichtungen und sozialpädagogischen Projekten, sind ein weiterer Schwerpunkt der Jugendarbeit. 
Und das sowohl ehrenamtlich, als auch hauptberuflich organisiert, so Stephan Bevc  in seinen Ausführungen. 
Desweiteren gab er wertvolle Anregungen und Tipps, wie man die Jugendarbeit in den Kleingartenvereinen durchführen und verbessern kann.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen referierte der 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes Rolf Rosendahl. Sein Thema hatte die Überschrift: „Wo drückt der Schuh?“ 
Dabei ging er auf die Fragen zur Vereinsführung ein, die im Vorfeld von den Vereinen zahlreich eingegangen waren. Er erklärte, was die steuerliche Gemeinnützigkeit für Vorteile bietet.
„Nur Vereine die vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt sind, haben steuerliche Vorteile, dürfen Spendenquittungen für Sach- und Geldspenden ausstellen und die sogenannte Ehrenamtspauschale in Anspruch nehmen“, so Rolf Rosendahl. 
Eine weitere Frage, die erklärt wurde, war das Vereinsregister.
Der Vorsitzende machte deutlich, dass dort die Vorstandsmitglieder mit Namen und Adressen eingetragen sein sollen und alle Änderungen der Vorstandsbesetzung, sowie eine Änderung der Vereinssatzung, dort gemeldet werden müssen.
Dann sprach der Vorsitzende über die Auswirkungen, was ein Rücktritt vom Vorstandsamt nach sich zieht. 
Kann man sein Vorstandsamt niederlegen wann man will und was geschieht, wenn der gesamte Vorstand zurücktritt? 

Rolf Rosendahl machte deutlich, dass ein Rücktritt weder durch die Vereinssatzung ausgeschlossen, noch beschränkt sein darf.

Wenn der gesamte Vorstand zurücktritt, kann das Registergericht auf Antrag eines Vereinsmitglieds einen Notvorstand bestellen.
Dieser hat dann die Aufgabe, eine Mitgliederversammlung einzuberufen mit dem Ziel, einen Vorstand zu wählen.
Eine Frage die für viel Diskussion sorgte, war die Rückbauverpflichtung rechtswidrig errichteter bzw. übergroßer Lauben.
Dazu führte der Vorsitzende aus, das die Vorstände gut beraten sind, darauf zu achten, dass sie keine Lauben zulassen, die größer als 24 m² sind, wie es nach Bundeskleingartengesetz erlaubt ist.
„Der Sinn des Gesetzes, das größere Lauben verbietet, ist durchaus nachvollziehbar“, so Rosendahl. „Kleingartenanlagen sollen auch der Allgemeinheit dienen und sich nicht zu Wochenendhaus-Siedlungen entwickeln, in denen die Gebäude und nicht die Gärten im Vordergrund der Nutzung stehen“. 
Es wurden sehr viele Fragen zu dem Themen gestellt, die alle zur Zufriedenheit der Teilnehmer beantwortet wurden. 
Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich der Verbandsvorsitzende für das rege Interesse und forderte die Teilnehmer auf, das heute erlernte an die Vorstandsmitglieder weiter zu geben, die an dieser Schulung nicht teilgenommen haben.

Medienbeauftragter
Werner Vieting

Von links: Jesica Zaremba (Mitarbeiterin Bezirksverband) – Gregor Schweins (stellv. Vorsitzender Bezirksverband) – Stephan Bevc (Beisitzer Landesverband Jugendarbeit) – Ingrid Suermann (stellv. Vorsitzende der Schreberjugend NRW) – Rolf Rosendahl (Vorsitzender Bezirksverband) – Hans-Jürgen Schulze (Vorsitzender Klg. Ahlen-Dolberg) – Claudia Kirscht (stellv. Vorsitzende Klg. Ahlen Dolberg) – Frau Lütke-Dörhoff (OGD Overbergschule Oelde) – Peter Vogt (Schriftführer Bezirksverband) – Norbert Klunkelvoth (Geschäftsführer Bezirksverband)